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Die guten Langzeitautos von damals

alles, was mit Audi zu tun hat und nicht in die anderen Rubriken passt...

Re: Die guten Langzeitautos von damals

Beitragvon Mad Dog » Di 30. Mai 2017, 16:10

slayerofmadness hat geschrieben:... so wie du dich aufregst obwohl du nicht mal ein aktuelles Produkt hast! ...

Stimmt so ja nicht. Schließlich fahre ich wie schon mehrfach erwähnt als Firmenfahrzeug einen 2015er-Passat. Und da habe ich die "tolle" Qualität (Scheinwerfer, Navi, Panoramadach,...) mittlerweile zur Genüge feststellen können - inklusive Hinhaltetaktik und Vertrösten seitens des VW-Konzerns.

Das mit den 1.400,- Euro für ein neues AGR-Ventil ist schon der Hammer, verwundert mich aber überhaupt nicht. Das passt absolut zum Trend aktueller Fahrzeuge: Sobald die Dinger aus der Garantieverlängerung raus sind, sollen die Kunden doch mit allen Mitteln dazu getrieben werden, gefälligst ein neues Auto zu kaufen. Nein falsch, nicht zu kaufen sondern besser noch zu leasen oder zu finanzieren, dann wird doppelt verdient!
"Ach Herr Meier! Ja genau, Ihr sieben Jahre alter A3 ... da sind vorn und hinten neue Scheiben und Beläge fällig, und das AGR-Ventil klemmt und muss getauscht werden. Die ABS-Lampe leuchtet, weil das Steuergerät einen Fehler hat. Ich hab Ihnen hier mal einen Kostenvoranschlag gemacht, das Ganze würde auf dreitausendsiebenhundert Euro kommen. Aber vielleicht kann ich Sie ja für eins unserer Finanzierungsangebote begeistern....? Da bekommen Sie DIESEN neuen A3 unter Anrechnung Ihres alten Fahrzeugs schon für 289,- Euro monatlich *1) !"
*1) ...bei 72 Monaten Laufzeit und 5990,- Euro Schlussrate.
...ich könnte kotzen...

Gruß

Christian
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Re: Die guten Langzeitautos von damals

Beitragvon kamikaze180 » Di 30. Mai 2017, 22:28

Langzeitautos... Zählt da mein Öltanker auch dazu?
Ein A4 (B6) von 2004 mit knapp 300 tkm auf der Uhr. Er hat Rost, ja, aber vertretbar. Die Technik ist solide (hat er über sieben Jahre und 180 tkm bewiesen) und zuverlässig.
Ich hatte schon meinen Spass damit, mit etwas gutem Willen rennt er bis Anschlag Tacho (250 auf der Uhr, GPS sagte 234).
Verbrauch? Wahnsinnig wenig, mein A3 mit 2.0 TDI war nicht sparsamer.
Wartung? Beim Freundlichen machen lassen, alle ca. 20 tkm neues Öl (0W30) und eben Verschleiss und was so über die Zeit die Hufe streckt. Dennoch sag ich mal bin ich damit billiger unterwegs als mein Bruder mit seinem letzten Golf, der alle 30.000 km nen neuen Motor brauchte...
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Re: Die guten Langzeitautos von damals

Beitragvon albert_10v » Di 30. Mai 2017, 23:43

Mad Dog hat geschrieben:Ach.....?

SO ist das also! Die Automobilindustrie baut mittlerweile gezielt Autos die in der Praxis 30..50 Prozent mehr verbrauchen als im Prospekt angegeben und außerdem anfälliger sind und häufiger kaputt gehen als vor 15 oder 20 Jahren, weil DER KUNDE sich so gern darüber aufregt? Na DAS hab ich nicht gewusst, DANN ist ja alles so wie es sein soll.
:roll:

Was ist DAS denn wohl für eine blöde Ausrede? Meinst Du das ernst? "Stellt Euch nicht so an, Ihr wollt es doch so!"...?
Wenn dem TATSÄCHLICH so ist, dann ist das ein Grund mehr, kein aktuelles überteuertes Auto aus Deutscher Produktion mehr zu kaufen!
....

Naja, die Automobilindustrie ist ja eigentlich schon verreckt.

Dam Gesetz der freien Marktwirtschaft nach war sie ja schon dem Tod geweiht.
Da wurde dann aber ordenlitch nachgeholfen, wie es sich für einen neosozialistischen Sauhaufen gehört, passiv (Abwrackprämie, Umweltzonen, Steuer nach blabla, Lohnsenkungen, Kurzarbeit, etc.) wie aktiv (Cash).

Der Witz ist ja auch der, dass in solchen Konzernen Haufenweise unfähiges Politikgesindel endgelagert wird.




Das Problem liegt ja viel tiefer, es ist ja ein (geo-) politisches.

Es ist doch ein Akt der Lächerlichkeit zu sagen "Der Kunde will es doch so", wenn in dem Markt so stark und vielseitig (regulativ) eingegriffen wird.

Vor 20 Jarhen hat man sich noch lustig gemacht über sowas. Da hat man gelacht, wenn die Parteiführung gesagt hat "Das Volk will keine Bananen, das Volk will lieber Kraut und Rüben!". Mit der Begründung "Naja, seht doch, das Volk kauft mehr Kraut und Rüben als Bananen". Eh klar, wenns keine Bananen zu kaufen gibt, mit irgend einer fahdenscheinigen Begründung.



Das ist ja der Witz, es gibt keinen richtigen Markt (ich weiss nicht, ob es den je gegeben hat).
Dacia könnte z.B. einen neuen Manta bauen. Irgend ein cooles Coupe, "normal" motorisiert, mit "normaler" Ausstattung (also EFH, Klima, evtl. Sitzheizung.. braucht man eigentlich noch was?).
Bauen sie aber nicht, werden sie auch nicht bauen, weil "kein Interesse".
Ja, kein Interesse Seitens des Konzernes, vom Markt her gäbe es da durchaus eine Nachfrage (das postuliere ich jetzt einfach mal so, gestüzt auf meine persönlichen Erfahrungen aus Gesprächen mit "normalen" Menschen, keinen Auto-Fans).
Und warum hat Dacia eigentlich kein Intersse? Weil Renault auch keins hat. Aber Renault hat ja sowiso komische Autos. Und scheinbar überhaupt kein Interesse daran, was ordenltiches zu bauen. Entweder wollen die Franzosen das so, oder sie ertragen das einfach getrieben durch Patriotismus - auch eine Leistung.



Zu VAG:
In der Firma haben wir einen VAG Fuhrpark, warum auch immer.
Ich fahr im Moment viel mit einem Caddy, 2016er, 2.0 TDI, 103ps oder so. Säuft 6,5-8 l/100km. Zugegeben, ich steh schon ziemlich am Gas, wenn ich ihn so durch die Stadt jage.
Trotzdem meine ich, dass das der 1.9 PD nie gebraucht hätte (der 2.0 geht unten rum auch nicht besser, und oben auch nicht besser.. nagelt nur etwas weniger.. 20% Mehrverbrauch, damit es nicht nagelt?). Achja... alle paar km Ad-Blue nachfüllen, weil die Mühle sonst steht, fast gar nicht nervig. Die nicht abschaltbare Start-Stop Automatik macht auch Spaß, weil die dann doch nicht immer so gut wegkommt, bei 2% der Starts braucht das irgendwie länger, bis das läuft. Also nicht der Startvorgang des Motors selbst, sondern, dass die Elektronik checkt, dass man losfahren will/sollte.

So generell fährt sich das Auto aber nicht schlecht. Für die Benützung bezahlen würde ich aber eher ungern.



edit:
Und wie der freie Markt reagiert, kann man am Gebrauchtmarkt sehen:
"Gute" Autos sind da sauteuer. Also "Mittelklasse" bis "Oberklasse", < 100.000km, < 15 Jahre alt.
Warum? Weil sich keiner etwas neues kaufen will. Nicht nur, weil es zu teuer ist, sondenr auch, weil man eigentlich nur mangelhafte Ware erhält für sein hart verdientes Geld.
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Re: Die guten Langzeitautos von damals

Beitragvon RivaDynamite » Fr 28. Jul 2017, 14:29

Meine Mutter hat aktuell wegen eines unverschuldeten Fremdkontaktes ihres Ford C-Max mit einem Lada 4x4 einen Leihwagen bekommen, und zwar einen nagelneuen Focus 1.0 Ecoboost mit 125 PS - ich habe mir eben mal eine kleine Probefahrt mit dem Teil gegönnt, damit ich den Motor mal einschätzen kann.

Ich muss sagen, fahrtechnisch - Chapeau Ford. Das Ding ist nach dem Anlassen erstmal so dermaßen Leise, dass man kaum merkt dass der Motor läuft. Wenn man gaaaanz genau hinhört (aber auch nur dann) hört man den 3Zylinder raus. Aber auf der Landstraße ist man damit durchaus flott unterwegs, und das auch zwischen 2-3000u/min! Der Drehmomentverlauf fühlt sich absolut gleichmäßig an. Man könnte sagen, langweilig, aber für einen Standardnutzer ohne Benzin im Blut ist das ding zumindest aus fahrerischer Sicht echt nicht schlecht.
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Re: Die guten Langzeitautos von damals

Beitragvon ACQ92 » Fr 28. Jul 2017, 23:13

...und als ich das weiter vorne geschrieben habe, wurde ich fast gesteinigt "Er hat Jehova gesagt!" :mrgreen:
Das Motörchen paßt schon, es hat nur einen einigen Makel: Die Idee hatte Ford *bääääh*... Stünde BMW drauf, ja DANN...!



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Re: Die guten Langzeitautos von damals

Beitragvon Cemi » Mo 8. Jan 2018, 13:00

Wir hatten mal einen eigenen Thread dafür, den finde ich aber nicht mehr.

Ich denke aber, hier passt es genauso gut rein. Gestern war's soweit:

399.jpg
400.jpg


:mrgreen: :pokal:

Ich bin sehr stolz auf mein tapferes, altes, verbeultes Schlachtross!
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Re: Die guten Langzeitautos von damals

Beitragvon Mad Dog » Mo 8. Jan 2018, 13:42

Glückwunsch!!!!

:thumb:
Dann hat das Schlachtross ja jetzt etwa "Halbzeit".... :mrgreen:

Ein 1.4er-TFSI hätte inzwischen den dritten bis vierten Motor drin...

Gruß

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Re: Die guten Langzeitautos von damals

Beitragvon Cemi » Mo 8. Jan 2018, 13:57

:lol:

Danke.

Neulich fragte jemand, als er einen Blick auf den Tacho geworfen hatte: "Und? Der wievielte Motor steckt da vorn drin?" :roll: ;)
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Re: Die guten Langzeitautos von damals

Beitragvon kamikaze180 » Mo 8. Jan 2018, 15:15

Ich erinnere mich an das Gesicht, als ich mein Nageltier mit etwa 305 tkm zum Service brachte...
Das war irgendwo zwischen Unglaube und Fassungslosigkeit...
Als ich dann noch sagte, dass bis auf Kleinigkeiten alles noch so ist, wie es damals vor fast 14 Jahren in Ingolstadt zusammen geschraubt wurde, war mein Tag mehr als gerettet...
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Re: Die guten Langzeitautos von damals

Beitragvon Labrador » Mo 8. Jan 2018, 18:53

400.000 Km sind schon mal was. Glückwunsch und noch viele unbeschwerte Km euch beiden!

Gruß Jörn

P. S. Deas bestätigt voll meine Theorie zu den guten alten Audis.
Das Leben ist zu kurz um popelige Autos zu fahren!
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